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Auf dem Weg zu Nachbarschaftsräumen

Kirchenvorstandstag im Kinder- und Familienhaus Langenhain

Von Stephan Frisch

Die Regionale Ehren­amts­akademie hatte ein­­geladen: Am Samstag, den 25. Juni, trafen sich von 14:00-18:00 Uhr Kirchen­vor­steherinnen und Kirchenvorsteher aus dem gesamten Dekanat Kronberg zu einem Kirchen­vorstandstag im Evan­geli­schen Kin­der- und Familienhaus in Langenhain. Viele – aber leider nicht alle – Kirchen­vor­stände sind dieser Einladung ge­folgt. Die Krifteler Aufer­stehungs­ge­meinde wurde durch ihre Vorsitzenden Thomas Milkowitsch und Pfarrerin Car­men Schneider sowie Chris­ta Spinczyk, Dr. Matthias Gärtner und Stephan Frisch vertreten.

Schmerzhafte Einschnitte

Thema der Veranstaltung sollte die Ausgestaltung des Zukunftsprozesses ekhn2030 im Dekanat Kron­berg sein. Präses Dr. Volkmar Ober­klus begrüßte die Anwesenden bei schönstem Wetter auf dem wunder­baren Außengelände des Kinder- und Familienhauses. Wie Propst Oliver Al­brecht in seiner anschließenden An­sprache stimmte er die Kirchenvor­stände auf Einschnitte im kirchlichen Leben ein. „Dabei werden wir uns von bestimmten kirchlichen Handlungsfel­dern verabschieden müssen, da sie auf der Fläche nicht überall möglich sind. Und das wird schmerzhaft“, so Albrecht.

Im Anschluss an die An­spra­chen standen Gespräche zwischen den Vertretern der einzelnen Gemein­den auf dem Programm. In verschie­denen Formaten sollten sich die Kirchen­vorstände in Kleingruppen „be­schnup­pern“. Fragestellungen sollten sein:

  • Woher kommen wir?
  • Was bringen wir mit?
  • Was macht uns aus?
  • Wen treffen wir?
  • Was erwartet uns?
  • Wie wollen wir weitergehen?

 Da leider die uns geografisch am nächsten gelegenen Gemeinden aus Hof­heim (Johannesgemeinde) und Hat­ters­heim keine Ver­tre­ter zum Kirchenvorstandstag ge­schickt hatten, traf die Krifteler Delega­tion in den ver­schiedenen Runden immer wieder auf die Kir­chen­vorstände aus Marxheim und Dieden­bergen-Weil­bach (die bei­den Kirchengemeinden kooperieren be­reits eng mit­ei­nander), später auch auf den Lors­bacher KV. Die Gespräche wa­ren eine „Be­stands­aufnahme“ im Hin­blick auf auf mög­liche Kooperationen.

Anregende Gespräche

Die Kirchenvorstände stellten – zum Teil mit mitgebrachten Gegenständen – ihre Kirchengemeinde und auch ihre Kommune vor und erläuterten die Schwerpunkte ihrer Arbeit, aber auch die Probleme, wie sie zum Beispiel durch die Pande­mie verursacht wurden. Wir Krifteler hatten – natürlich – Erd­beeren und einen Apfel im Ge­päck, haben aber auch das herausragende zivilge­sellschaftliche Engagement be­tont, das die Gemeinde Kriftel auszei­chnet. Für das gemeind­liche Leben in der Auferstehungs­ge­meinde wurde insbesondere die Konfir­mandenarbeit hervorgeho­ben, die im­mer wieder neue Jugendliche für die Mitwirkung am Gemeindeleben – sei es als Teamer oder auch für die Jugendar­beit – begeistert.

Ebenso haben die anderen Kirchen­ge­meinden ihre Vorzüge dargestellt. So hat der Marxheimer Kirchenvorstand die Zusammenarbeit mit den Pfadfin­dern des Stammes „Dietrich von Bern“ hervorgehoben. Die Gemeinde Die­den­bergen-Weilbach berichtete über ihre schon bestehende Koope­ration, z.B. die Zusammenlegung der Gemein­debüros. Es waren sehr anregende und ange­neh­me Gespräche, die Lust auf eine Ver­tie­fung machten.

Im Anschluss an diese „Einzelge­spräche“ sprach noch einmal Propst Albrecht, der erzählte, dass er noch ein anderes Dekanat besuchen müsse, das es versäumt hat, eine Veranstaltung wie diesen Kirchenvorstandstag anzubie­ten, bei dem sich die Gemeinden näher­kommen können.  Entsprechend dankte er den hiesigen Organisatoren dafür.

Aufgelockert wurde das Programm des Tages durch Sketche des Theaters „Traumfänger“ und durch beschwingte Musik eines Duos, bestehend aus dem Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp an der Gitarre und Präses Dr. Volkmar Ober­klus am Keyboard.

Zum Abschluss dankte auch der Dekan den Veranstaltenden, allen voran der Ehrenamtsakademie, für die Durch­führung des KV-Tages, bevor das o.g. Duo das Schlusslied mit dem pas­sen­den Titel „Weise uns den Weg, Gott, geh mit“
(EG+ 152) anstimmte.

Quelle: Auferstehungs-Mosaik 2/2022

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